31. Mai 2008
Playlist Update
Posted by graipfruit under Club, Musik, die die Welt braucht, graipfruit, metroNo Comments
Meine Playlist vom 30.05.2008 im Metro kann man hier nachlesen.
31. Mai 2008
Meine Playlist vom 30.05.2008 im Metro kann man hier nachlesen.
10. Februar 2008
Meine Playlist vom 08.02.2008 im Metro kann man hier nachlesen.
21. Januar 2008
Das Wort Gäste ist oben in Anführungszeichen gesetzt, weil es sich in diesem Beitrag um Personen handelt, die ich nicht als Gäste bezeichne. Ich hätte auch anti-Gäste schreiben können. Diese Menschen zeichnen sich im Besonderen dadurch aus, das sie sich einfach nicht Benehmen können. Oder wollen. So ganz kann ich mich nicht in solche Denkweisen hineinversetzen. Obwohl… Denkweisen? Das würde ja heissen, das dort im Kopf irgendwas passiert. Ich glaube eher, das viele Leute es selbst garnicht wahrnehmen, wie blöd sie sich benehmen. Das liegt ziemlich am Alkohol, der da eine gewichtige Rolle spielt.
Doch als viel gefährlicher schätze ich die Leute ein, die es wirklich drauf anlegen. Die sind nicht betrunken. Die sind einfach sozial überhaupt nicht auf der Höhe. Die leben so für sich. In ihrer eigenen Welt. Und wenn ihnen dort zu langweilig wird- wem laufen die dann über den Weg? Klar, mir!
25. November 2007
Was an diesem Freitag so im Metro lief, kann man hier nachlesen
9. Juli 2007
“Hallo! Kann man sich auch was wünschen?”
“Hallo- ja klar, kann man”.
Wünschen kann man sich alles bei mir. auch musikalische Sachen. Ich würde mich sogar hinreissen lassen Autogrammwünsche zu erfüllen. Oder mehr blaues Licht und weniger Strobo, oder so. Natürlich wollte das Mädel sich aber tatsächlich einen Song wünschen.
“Könnt ihr was von Maxïmo Park spielen?”
Das “ihr” in der Frage fand ich gut. Bin zuletzt auf dem mittelalterlichen Markt mit “ihr” angesprochen worden. Und da sollte ich was kaufen. Aber Maxïmo Park? Eigentlich gucke ich in solchen Situationen nach oben und deute mit den Händen in den Raum… So das mein Gegenüber angeregt wird nochmal richtig hinzuhören. Aber weil ich das “ihr” so nett fand, sagte ich nur:
“Können wir. Und- machen wir auch gerade…”
Es war zwar ein Song von dem neuen Album, wenn man aber Maxïmo Park gut findet und sie somit schonmal gehört hat, erkennt man die markante Stimme von Sänger Paul Smith auch bei “Girls who play guitar”. Hatte sich das Mädel dann wohl auch gedacht und ging zurück auf die Tanzfläche.
Später am Abend kam noch eine andere junge Dame und bestand darauf, das etwas von der deutschen Band Fotos gespielt wird. Nachdem ich den Wunsch aufgeschrieben hatte- mit dem Hinweis darauf, das ich das noch heraussuchen müsste, sagte sie:
“Dann bleib ich hier solange stehen, bis das Lied kommt.”
“O.K.”
Beim einfachen Stehenbleiben bleibt es natürlich nicht- nach jedem Lied wurde gefragt, wann denn nun “Fotos kommt”. Sorry, aber so wird das natürlich nix. Ich versuche ja sonst die mir aufgetragenen Liederwünsche abzuarbeiten, aber wer mehr als 3 Mal in einer Viertelstunde fragt, ist einfach raus.
23. April 2007
Ich betrachte die 4 verbliebenen Leute, die zu Klängen des letzten Liedes tanzen. Sie würden bestimmt auch noch eine halbe Stunde weiterschwanken- egal zu welchem Song. Doch der Titel ist Programm -”There is an end” von den Greenhornes läuft. Danach erhellen sich vorsichtig die Lichter. Wie in so einer Dekompressionskammer bei Tauchern ist das. Das geht nur ganz langsam. Nachdem aber die Lichtdekomprimierten ohne Schaden in die Nacht verschwunden sind, kann man sich das Ausmass der Zerstörung bei Flutlicht anschauen. Heute gehts. Nur wenige Scherben auf dem Dancefloor- und sämtliche Urinale + Waschbecken sind ebenfalls noch an ihrem Platz, wie ich später feststelle. Gläserklirren und Murren aus dem Barbereich: Da scheint nun auch Schluss zu sein.
Schnell den Koffer packen und ab zum Feierabendbier. Na siehste: Da hat doch wieder jemand seine Jacke in der Ecke vergessen. Genaugenommen 4. Und ein altes Nokia plus Armbanduhr. Nichts besonderes. Manchmal gibts auch Damenschuhe versteckt auf den Boxen oder abgeschraubte Discokugeln dort, wo sie nicht hingehören. Aber nur bei guten Parties.
Heute war es aber dennoch ok. Nette Gäste, die sogar mal die Musik gelobt haben. Da will ich nicht so sein und nehme die vergessenen Sachen unter den Arm und mit zur Garderobe. Auf dem Weg dorthin sehe ich die üblichen Szenen: Es wird um das allerletzte Bier gefeilscht, das letzte Kickerspiel für die nüchterne Mannschaft entschieden und geknutscht wird auch. Ausserdem macht sich eine keifende Stimme zu meiner rechten bemerkbar. Moment. Das ist anders als sonst. Sonst werde ich nicht (sehr laut) angesprochen mit “So was dreistes!”
Ich bleibe stehen drehe mich um und sehe eine Gestalt mit 2 Köpfen! Der eine Kopf starrt mich böse an. Achso- Das ist die Knutschfraktion. Das keifende Mädel sitzt auf dem Schoss ihres Kuschelpartners und wiederholt sich: “Sowas dreistes aber auch.” Gleichzeitig beginnt sie mich um die Jacken zu erleichtern. “Eure Jacken würde ich nächstes Mal aber nicht…” wieder unterbricht sie mich zeternder Weise. Ihr Freund versucht sie zu beschwichtigen und bedankt sich bei mir.
“Na,” denke ich, “doch eigentlich nette Leute. Nur zu jung und zu betrunken.” Beim weitergehen höre ich noch den netten Freund sagen: “Jetzt beruhig dich doch- das ist doch sein Job…”
Feierabendbier.
26. Oktober 2006
| Noch ein Ausgehtipp für diesen Samstag: |

Nach über 6 Jahren Funkenflug erblickt mit „Combination“ ein neues Partykonzept das Licht der Welt, das sicher für Furore sorgen wird. Initiatoren dieser Veranstaltung sind die DJ-Experten Isamsoe, Phish und j.e.n.s.. Und die haben an einem fulminanten Programm gebastelt.
So wird es auf dem Mainfloor exquisite Houseperlen von Vaumann, Isamsoe & Phish geben, während der zweite Floor mit Liquid D&B und Loungeklängen von Carlo und j.e.n.s. aufwartet. Die absoluten Bonbons des Abends sind aber sicherlich die Live-Künstler, die für dieses Ereignis gewonnen werden konnten. Einerseits die dem Wahnsinn-Nahe-Stehenden (im positiven Sinne versteht sich) Jungs von »Salamandroids« die eine irrwitzige Soundperformance zum Besten geben, die ihres gleichen sucht, zum anderen die nicht minder großartigen „Thing Is Boiled“ in Person von Ben de Biel (Sänger) und Leo Cubanero (Veröffentlichungen u. a. auf Festplatten), die die geraden Beats auspacken und so das Tanzbein schwerstens animieren. Unterstützt wird der gesamte Abend von Miroslav Butiert, der seine faszinierenden VJ-Künste präsentiert. Dem aber nicht genug, bietet das Profiteam von Haarmäleon kostenloses Hairstyling an, und wer zeitig erscheint kann sich bis 0 Uhr dem vergünstigten Cocktailkonsum hingeben. Insgesamt sicher eine runde Sache für Freunde elektronischer Musik und möglicherweise der Anfang einer langen Freundschaft.
18. Oktober 2006
Er kommt immer zwischen halb 3 und halb 5 an die DJ-Box. Lange Haare, schwarzer Langarm-Pulli. Hose kann ich nicht sehen. Ich wette es ist eine schwarze Army-Hose, oder ne Karotten-Jeans gleicher Farbe.
Sodom will er hören. Immer. Gibts heute nicht, sage ich. Immer. Das Spiel geht weiter mit der Bitte, doch etwas anderes Heavy-Metal mässiges zu spielen. Grosse biergeschwängerte Gesten unterstreichen den musikalischen Wunsch. Er versucht mich anzufassen. An der Schulter, oder am Arm. Freunde sind wir beide aber nicht -und wenn er mich weiterhin “Siezt”, wird das auch die nächsten 10 Jahre so bleiben.
“Siezen” ist doof. Das ist eine Umgangsform für draußen, wenn es hell ist und man den Gegenüber nicht kennt. Fehlt bloss noch das er “Hey- Meister” zur Begrüßung schreit, wenn ich mal nicht sofort gucke.
Jedenfalls fallen ihm nun 3-4 Gründe ein, warum man Heavy-Metal in einer Disco spielen MUSS. Meistens ist Grund 1 derselbe wie Grund 4. Und alle sind Blödsinn.
Blödsinn ist übrigens auch, das ich persönlich gegen ihn was hätte. Das stimmt nämlich nicht. Auch wenn viele Gäste es persönlich nehmen, wenn man nicht auf die von ihnen vorgeschlagenen Musiktitel eingeht. Wenn ich “Nein, spielen wir nicht/ Haben wir nicht” sage, muss sich das in den Ohren einiger Leute wirklich wie eine handfeste Beleidigung anhören. Nicht selten geben sie diese dann auch umgehend zurück.
Aber ich bin ja DJ. Ich kann das ab. Ich bin ´eh schwerhörig wenns sein muss. Hmm… vielleicht ist das ja auch eine Strategie gegen den Heavy-Metal Eumel. Einfach ignorieren.
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19. September 2006
Hier mal wieder eine der “Gäste am Freitag” Stories. Es war so um Mitternacht herum- die wenigen Leute die schon im Club zugegen waren, saßen gemütlich an der Bar und beschäftigten sich mit der Anhebung ihres Alkoholspiegels. Der erste Musikwunsch lies diesmal nicht lange auf sich warten. Um diese Uhrzeit einen Wunsch abzulehnen, zieht meistens den Satz “Warum spielt ihr das denn nicht, es tanzt doch sowieso grad keiner?!” nachsich. So auch dieses Mal. Statt sich mit dem Hinweis, das die Musik ja auch in eine bestimmte Richtung laufen soll und da eben kein Lied von >Ami-HeavyProgressive-Metal-Band< reinpasst, zufrieden zu geben, wollte der Herr diskutieren. Über das musikalische Konzept des Abends. Kann man ja auch machen. Nachdem er gefragt hat, ob das Konzept denn darin bestünde, die ganze Zeit Musik zu spielen zu der keiner tanzt, fand ich das erstmal einen ganz interessanten Ansatz und sagte: “Ja, genau das machen wir.” Diese, nicht ganz ernst gemeinte Antwort, gab jetzt wiederum ihm einen Denkanstoß: “Aber dann macht ihr keinen Umsatz, zumindest mit uns (siehe auch: wenn du das Lied spielst tanzen wir (mind. Mannschaftsstärke einer beliebigen Ballsportart angeben)) nicht, und dann seid ihr bald pleite.
Hmm. Auch wenn es arrogant klingen mag- das beeindruckte mich… ungefähr garnicht. Ich bin nämlich selbst nur 4 Jahre älter als es den Club schon gibt. Als kleiner Anhaltspunkt: Zu der Zeit als ich geboren wurde, war YMCA von den Village People auf Platz 1 der dt. Charts. Naja- es gibt wenig worauf ich mehr stolz bin…
Zurück zum Musikwunschproblemfall der Nacht: Der zog dann nämlich mit den Worten: “Dann gehen wir eben gleich und kommen nie wieder” von dannen, nachdem ich ihn nach einer erneuten (weit ausgeholten) Anfrage (war bestimmt ein Philosophie/ Sozialpädagogik Student) nur noch angeschaut habe, ohne etwas zu sagen.
Nächstes Mal habe ich mir vorgenommen einfach JA zu sagen und dann den Wunsch doch nicht zu spielen. Obwohl- das ist auch doof.
Übrigens war der Herr noch bis zum Schluß da und hat auch getanzt wie n Wilder. Nur eben nicht zu >Ami-HeavyProgressive-Metal-Band<.
P.S. Es gibt natürlich jede Nacht mehr schöne als unschönere Dinge, wenn man Musik macht. Nur die schönen sind eben auch langweiliger. -> Marcel
6. September 2006
Vor ein paar Tagen habe ich über die Verhaltensweisen gegenüber einem DJ geschrieben. Von wegen- lasst den guten Mann ruhig mal in Ruhe und so. Letztens Freitags war es wieder soweit: Eine junge Dame interpretierte meine (von Natur aus!) légère Körperhaltung hinter dem Mischpult als etwas gelangweilt. Das muss doch jetzt gleich mal durch ordentliches “gesellschaftsleisten” behoben werden. Dachte sie. Da hat sie gleich mal ausprobiert, wie easy es doch eigentlich ist, unter Alkoholeinfluss und mit nem bischen Anlauf ruckzuck neben mir zu stehen. Und das ging wirklich schnell. Aber ich erschrecke mich ja gerne. So entsteht auch ziemlich schnell eine Gesprächsgrundlage, bei der der Erschreckte sogar beginnt. In diesem Falle ich: “Hey- hast du mich erschreckt!” Dann hat sie etwas genuschelt gesagt das sich wie “etwas wünschen” anhörte. Dabei hielt sie leider einen nur eingeschränkten Respektabstand ein. So dachte ich 1. darüber nach, das ich Tequila überhaupt nicht vertrage und 2. was der Gast denn nun gesagt hat (und 3. wieder Bäh!- Tequila!). Da Männer ja nur eine Sache zur Zeit können, dauerte das Verarbeiten der äußeren Einflüsse an. Jedenfalls fasste sie es als “der Typ hats wohl nicht verstanden auf”- was zur Folge hatte, das das Ohr (Mein Ohr!!!) näher an den Tequila-Einfüllstutzen musste. Brüllender Weise wiederholte sie den Wunschsatz nocheinmal, sodas ich auf dem linken Ohr kurzfristig garnix mehr verstanden habe. Leider war damit meine Bereitschaft sich mit Wünschen ausseinanderzusetzen erstmal erschöpft. Ich weiß zwar nicht was für ein Lied sie hören wollte, aber ich habe ihr dann zu verstehen gegeben, dass wir sowas nicht spielen. Und heute schon garnicht. So!
Meine Kollegen meinen übrigens, das ich mich nicht so anstellen soll.. dafür weiß ich aber, das man vor ner Scheibe besser den Blitz ausmacht. Nochmal:So!